barcamp Hamburg 2: Viral Marketing!!!
von Jason 12 06 2007Ein persönliches Highlight für mich war sicherlich der Vortrag von Martin Oetting von TRND zum Thema “Virales Marketing“. Es gibt so Momente, da lernt man in kurzer Zeit sehr viel, und diese Dreiviertelstunde gehört sicher dazu. Großes Kompliment an Martin, der das vorlebte, worüber er sprach. Aber auch dickes Kompliment an die große Runde, die Martins Vortrag mit super-hilfreichen Kommentaren und Beispielen toll ergänzt hat. Also, was waren die Key Learnings für mich:
- Sicherlich zuerst: wer glaubt, ich mach da mal ne tolle Virale Marketing Kampagne und erobere per Youtube Video die Welt und danach kennen und lieben Millionen mein Webangebot, ist sicherlich sternenweit von der harten Web-Realität entfernt
- XING, XING, XING: klar, die Idee ist schön einfach: externe Netzwerkeffekte in mein Produkt einbauen und je mehr Leute mein Produkt nutzen, um so mehr wird es für alle Nutzer wert…
- Mundpropaganda durch Beziehungspflege oder “Tingeln wie die Bekloppten” - Der Satz: “Man muss sich eine Fangemeinde erspielen wie eine Rockband” hat mir am besten gefallen vom ganzen barcamp - so einfach, so klar und doch so wahr! Mister Wong und Christian Clawien als Vorzeige-Rolling Stone!
- Insider für sich gewinnen und diese um RAT bitten (einfach zu verstehen für nen Berater)
- Was ist “bemerkenswert” an unserem Produkt - der berühmte Elevator Pitch - in 20 Sekunden die Idee und das Produkt erläutern - eine echte Herausforderung - VIEL ÜBEN!
- “Immer auf Wünsche reagieren - wir beantworten jedes email persönlich!” - JA, das ist Kärner Arbeit, aber “Sie müssen spüren, dass Du es ernst meinst”
- “Die Kommunikationshierarchie bei StudiVZ macht süchtig” - Social grooming nennt Oliver Ueberholz dies - verschiedene Kommunikationsebenen und mechanismen - klar, wer kenn das nicht: Du kommst auf eine Party und die eine küßt Du bussi-bussi, dem anderen haust Du auf die Schulter, hier ein Hug, da ein Knuff - im täglichen Leben kennt man hunderte von verschiedenen Wegen, mit jemandem zu kommunizieren, im Web wird jetzt halt gegruschelt oder bei Autoki wird halt der Lukazs angehupt oder wenn es gar nicht mehr anders geht, angegecrasht! Das ist Kommunikation im Web 2.0!
- Und nochmal StudiVZ: die berühmten 400 Campus Captains - “Ruhm und Ehre” und ein cooler Status für die “Heavy User der ersten Stunde” auf Deiner Plattform - mach sie zu Verbündeten im Kampf für Deine Idee - der Erfolg dieser Multiplikatoren-Story spricht wahrlich für sich!
- und nochmal Oliver: Clustering und Monitoring: wo haben wir schon viele Leute und wo noch nicht? - und dann wieder “Tingeln wie ne Rockband”
Und auf meine Frage nach den “DON´Ts” gibt es auch eine sehr simple, aber weise Antwort: “Na ganz einfach, das, was Du auch im tägliche Leben nicht machen würdest!”
Für einen Moment ist das Web 2.0 Business ganz einfach!
Jason









Toller Artikel!!! Der Satz “Man muss sich eine Fangemeinde erspielen wie eine Rockband”” gibt wirklich einen Kernpunkt wieder. War sicherlich ein sehr interessanter Vortrag und wäre auch für mich der richtige gewesen… müssen wir uns mal beim nächsten Gespräch drüber unterhalten.
Viral Marketing für Web-Start-Ups…
Auch wenn’s vielleicht ein wenig eitel ist, auf Lob die eigene Person betreffend hinzuweisen, muss ich hier mal eine Ausnahme machen: Jason hat in seinem Eintrag die Kernpunkte meines Beitrages auf dem Hamburger Barcamp so schön zusammengefasst, dass…
[...] Thema Virales Marketing hat “Jason” einen Vortrag von Martin Oetting beim Barcamp Hamburg [...]
Für mich ist es genau die Band, die sich die Fangemeinde erspielen muss
Sehr guter Artikel!
Für mich war es auch eine der besten Sessions am 1. Tag. Während der Mittagspause sprach mich Matrin Oetting und Björn Ognibeni (www.ognibeni.de/). Schade, dass sie die Session nicht zusammen gemacht haben, denn dann hätte Björn sicherlich auch noch einiges Interessantes dazu beitragen können.
[...] eine Gedankendarlegung zu Martin Oettings Ausführungen zum Viral Marketing für Web Start-Ups ein. Jason hat Martins tollen Vortrag (inhaltlich und „formal“) sehr gut zusammengefasst, so dass ich das [...]
Vorzeige Rolling Stone, lach. Und dummerweise habe ich gerade das Barcamp nicht besucht
SG
Top-Beitrag, hatte ich vor kurzem schon auf einer anderen Site gelesen. Wenn das Team unseres Start-up die Rockbank ist, dann bin ich der Headbanger
Danke, Susanna! Hab mir natürlich gleich mal Bidgo angeschaut…Interessant! Aber warum habt ihr keinen Blog? Und was ist eigentlich aus KMPG geworden?
Hallo Jason,
in dem Punkt eine berechtigte Frage, warum hat Bidgo keinen Blog … das muss geändert werden. KMPG ist leider tot weil wir von KPMG verklagt worden sind und dürfen auf der Seite nichts mehr machen was auch nur in die Nähe von Kontaktnetzwerk/Alumni geht. Leider, denn das Projekt war sehr gut, ist gut angelaufen .. nur für einen Rechtsstreit mit KPMG fehlt uns das Kapital.
Interessant zum Virales Marketing:
“Erst inspirieren, dann spielen”
Frank Magdans 19.07.2008
Die Macher des Internetpuzzles Aladygma über Indie-Games, Netzkunst und Virales Marketing
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28298/1.html
Aladygma kenne ich auch. ich glaube, die stecken hinter der neuen Kampagne “Ich weiß, was du dieses Weihnachten tun wirst”, worüber es ein paar videos auf youtube gibt. Die Homepage ichweisswasdudiesesweihnachtentunwirst.de finde ich klasse. So soll meiner Meinung nach virales Marketing ablaufen: total unorthodox und an den Wahnsinn grenzend
LG
Timmy
Hallo und guten Tag,
wer generell sagt, dass Vorträge langweilig sind, irrt sich, denn dieser Beitrag beweist eindeutig das Gegenteil. Ich habe seit längerem nichts von einem so interessanten Vortrag gehört, doch die Resonanz weist darauf hin, dass die Empfänger positiv tangiert wurden.
“Man muss sich eine Fangemeinde erspielen wie eine Rockband”; dieser Satz gefällt mir sehr gut und auch vielen anderen, wie man sehen kann! Die Intention ist eindeutig und gibt jedem zu verstehen, was ausschlaggebend für gutes Marketing ist.
Die im weiteren Textverlauf dargestellten Informationen zeigen, welche Aspekte berücksichtigt werden müssen, um eine gute Kundenbasis aufzubauen bzw zu erweitern.
Mir gefällt der Beitrag sehr gut.
Danke schön!