GmbH oder (kleine) AG? Oder doch GmbH & Co. KG
von Lizzy 3 04 2007Heute mal wieder heiße Diskussionen um’s Thema “Firmenform” gehabt. Also, “isch weiß et nich”.
Steuerlich sind AG/GmbH ziemlich gleich. Kapitalmässig schaffen wir beides. Der Anwalt sagt uns, dass man alles, was man in den GmbH Gesellschaftsvertrag schreibt, auch bei der AG irgendwie unterbringen kann. Der Steuerberater hat auch keine klare Präferenz. Hm… “es kommt halt drauf an”. Sehr schön. Weiter-googeln hilft auch nicht mehr.
Ach ja, und ich meine von den VCs rauszuhören (jedenfalls von den deutschen), daß sie ebenfalls mit beiden Gesellschaftsformen umgehen und keine wirkliche Präferenz haben.
Also, die wenigen (für uns) wirklich relevanten Unterschiede, die wir bisher gehört haben:
- Bei der AG ist es einfacher Geld reinzuholen, da man recht unkompliziert einfach Aktien verkaufen kann (bei der GmbH müsste man zum Notar): ist für uns nicht sooo relevant, da wir ja die nächsten paar Monate erstmal kein Geld holen wollen
- Bei der AG braucht man n Aufsichtsrat: die sind nicht so einfach zu finden, da u.a. auch haftbar
- Bei der AG kann man ziemlich einfach Mitarbeiter beteiligen - das ist für mich DAS grosse Pro. Fänd ich als MA auch viel motivierender und cooler. Und wir wollen ja eher den “Mitunternehmer-Typ” als den “preussischen Angestellten”
- Die AG muss sehr viel rigider geführt werden, da viele Formvorschriften gesetzlich festgelegt sind (auch wenn es für die “Kleine AG” hier ein paar Erleichterungen gibt): das kann natürlich lästig sein, auf der anderen Seite diszipliniert es aber auch
Tja, tendenziell steuern wir Richtung AG, aber mit ner GmbH könnten wir auch alle leben. Ach ja, noch was: ne GmbH kann wohl jeder Anwalt gründen - bei der AG gibt es einige, die das noch nie gemacht haben (da müssen wir halt den passenden raussuchen).
Zum Schluß: Da einige von uns noch einiges an Gehalt bezogen haben dieses Jahr, hatten wir kurz über eine “Übergangsform GmbH & Co. KG” nachgedacht - da Betriebsausgaben steuerlich von jedem von uns dann mit der Einkommensteuer “verrechenbar” wären. Am Ende macht das die Sache aber ziemlich kompliziert, Ausgaben p.P. sind nicht sooo hoch und durch spätere Umfirmierung würden wir Zeit und Geld verlieren. Von daher haben wir das wieder verworfen - je nach Konstellation könnte das aber für einen Gründer durchaus Sinn machen.
Jo, schreibt mir, wenn Ihr Kommentare oder Fragen (oder Tips!) habt.
Tahiyati,
Eure Lizzy (Lizzy((at))waitingforjason.com)








